Im Jahr 2000 veröffentlichte Electronic Arts mit Need for Speed: Porsche den fünften Teil der erfolgreichen Serie und den ersten Teil, in dem nur Autos einer bestimmten Marke zur Verfügung standen.

In Kooperation mit Porsche entwickelt, ist Need for Speed: Porsche eher eine Simulation als ein Arcade-Rennspiel, mit realitätsnahem Fahrverhalten und insgesamt neunzig Porsche-Fahrzeugen aus drei Jahrzehnten. Auch das Schadenmodell wurde angepasst. Im Gegensatz zu den anderen Teilen konnte der Spieler sein Fahrzeug in Need for Speed: Porsche nicht komplett zerstören, sondern nur bis zu einem gewissen Grad zerkratzen und verbeulen. Dabei kam es zwar wie gewohnt zu Performance-Verlusten, die Fahrzeuge konnten aber nie explodieren oder ähnliches.

Special Edition zu 40-jährigen Jubiläum des Porsche 911

2003 feierte das wohl beliebteste Fahrzeug der Stuttgarter Autoschmiede, der Porsche 911, seinen 40. Geburtstag. Zur Feier wurde die bis dato unbekannte Version 3.4 der Need for Speed Kollaboration in einem besonderen Steelbook mit zusätzlicher Soundtrack-CD veröffentlicht. In dieser Version standen dem Spieler 86 weitere Fahrzeuge zur Verfügung – vom Porsche 550 A Spyder über den 911 in verschiedenen Ausführungen zum GT3 Cup von 1998. Auf der Audio-CD waren, neben dem Motorensound des Porsche 911, Songs von Queen, Slade, Jethro Tull, Jamiroquai und vielen anderen. Diese Version des Spiels ist heute unter Sammlern sehr begehrt.

Gibt es noch ähnliche Need for Speed-Teile?

Leider nein. Die Porsche-Edition war wohl nicht so erfolgreich wie erhofft, oder Electronic Arts wollte keine hohen Lizenzgebühren mehr zahlen. In jedem Fall war Need for Speed: Porsche bisher ein Unikat und wird es auf absehbare Zeit auch bleiben. Dafür fährt in Need for Speed trotz alledem immer noch eine riesige Auswahl an offiziell lizensierten Automodellen, die man auch komplett zu Schrott fahren kann. Und wer weiß, vielleicht bekommen wir in Zukunft noch einmal eine Special Edition – 2043 ist immerhin der 80. Geburtstag des Porsche 911.